Festivalprogramme der letzten Jahre

Rückblick auf 2017

8. Europäisches Filmfestival der Generationen (10. bis 20.10.2017) war erneut ein großer Erfolg - hier die Pressemitteilung vom Verband Region Rhein-Neckar und erste Impressionen

Eröffnungsveranstaltung, 10.10.2017 in Mannheim mit dem Film "Leanders letzte Reise":

Plakat Leanders letzte Reise Verbandsdirektor Ralph Schlusche Publikum
festival_akteure Festivalleiter Dr. Michael Doh Regisseur mit Schlusche und Huttenlocher
Publikum Schirmherrin Prof. Ursula Lehr Programmheft

Copyright: © VRRN /Schwerdt

 

und einer Fachdiskussion zum Thema „Zukunft der Pflege“

PodiumsdiskussionPublikum  

 

St. Leon-Rot, 16.10.2017 "Trockenschwimmen" und 19.10.2017 "Ein Mann namens Ove"

Regisseurin Susanne KimDr. Jochen Gebhardt, Chefarzt Gerontopsychiatrisches Zentrum des PZN in Wiesloch  

 

Weinheim, 15.10.2017 „Die mörderische Welt der Ingrid Noll: Copyright © Stadt Weinheim

Regisseurin Sigrid Abel mit den Krimi-Autorinnen Silke Ziegler und Ingrid Noll Besuch einer indischen Studentin zu Besuch aus Delhi Publikum Festivalakteure

 

Emmertsgrund, Augustinum, 18.10.2017 „Hinter den Wolken"

Indische Studnetin im Gespräch mit dem Kulturreferenten Max Hilker Indische Studentin im Gespräch mit einem Zuschauer Indische Studentinnen aus Delhi zu Besuch

 

Grußwort der Veranstalter

Vorhang auf zur 8. Ausgabe des Europäischen Filmfestivals der Generationen, das bundesweit vom 10. bis 26. Oktober in nunmehr über 70 Städten und Kommunen stattfindet. Hinzu kommen Kooperationen mit Frankreich, den Niederlanden, Großbritannien und Indien. Ein besonderes Anliegen des Festivals ist es, an Orte zu kommen, wo es keine Kinokultur (mehr) gibt. Mit wohnortnahen Filmveranstaltungen wollen wir niedrigschwellig die Bürgerschaft in der Wohnumgebung erreichen. Mit hochwertigen, unterhaltsamen und informativen Filmen sollen Fragen des Alterns und des demographischen Wandels aufgeworfen und mit dem Publikum erörtert werden: Wie wollen wir in einer älter und bunter werdenden Gesellschaft miteinander friedvoll und solidarisch leben? Wie kann der Dialog zwischen den Generationen und Kulturen gefördert und wie kann Sorge und Mitverantwortung in der Kommune gestärkt werden?

Hierzu will das Festivalprogramm Anregungen und Denkanstöße geben und einen Beitrag zu einem aktiven, selbst gestalteten und differenzierten Altersbild leisten. Die aktuellen Dokumentationen und Spielfilme zeigen ältere Menschen, die vor neuen Aufgaben und Herausforderungen stehen und dabei Ängste überwinden („Trockenschwimmen“), sich kämpferisch gegen Behörden zur Wehr setzen (Ich, Daniel Blake“, „Für immer dein“), sich mit der eigenen bewegten Lebensgeschichte auseinandersetzen („Haymatloz“) oder sich gegen die Widerstände aus der Familie auf eine neue Liebe einlassen („Hinter den Wolken“).

Herzlich bedanken wollen wir uns bei allen Veranstaltern und Diskutanten, die mit viel ehrenamtlichen Engagement und zumeist ohne finanzielle Förderung Großartiges leisten. Dank gilt den Sponsoren und Verleihern, ohne deren Unterstützung das Festival nicht finanzierbar wäre. Und ein besonderen Dank geht auch an Sie, wertes Publikum, denn erst durch Ihr Kommen und Mitwirken finden all die lebendigen und anregenden Gespräche statt, die für das Konzept des Festivals maßgebend sind.

Wir freuen uns, Sie bei unserem Festival begrüßen zu dürfen!

Dr. Michael Doh & Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse
Kompetenzzentrum Alter, Institut für Gerontologie, Universität Heidelberg

Matthias Roos
Gesundheitsamt Frankfurt am Main

 

Grußwort der Schirmherrin

Ganz herzlich begrüße ich Sie nun schon zum 8. Europäischen Filmfestival der Generationen – ganz besonders diejenigen, die das erste Mal dabei sind. Mittlerweile ist das Filmfestival in der Region Rhein-Neckar schon zur Tradition geworden – genauso wie im Frankfurter Raum. Und dieses Jahr kommen noch viele neue Städte hinzu, in denen die spannenden, generationenumfassenden Filme gezeigt und diskutiert werden.

Die einzelnen Filme sind sehr unterschiedlich, spielen in Deutschland, in Kanada, in der Türkei, in Belgien, in Großbritannien und der Schweiz. Sie lassen aber alle erkennen, wie man auch noch im höheren Alter ein schwieriges Schicksal meistert, wie man Herausforderungen begegnet, sei es in Form wenig verständnisvoller Menschen oder unverständlicher Vorschriften und Bestimmungen. Manchmal muss man auch den eigenen Kindern gegenüber sein Recht auf Selbstbestimmung vertreten. Auch das Thema Migration und Integration findet sich im diesjährigen Festivalprogramm wieder: Der Film „Neuland“ zeigt zum Beispiel einen außergewöhnlichen Lehrer, der seit über 25 Jahren Integrationsarbeit leistet. Der Film begleitet die jugendlichen Migranten auf ihrem Weg ins Berufsleben – vom Lernen der Sprache bis zum Zurechtfinden in einer neuen sozialen und kulturellen Umgebung. Eine Flucht anderer Art erlebte der heute 90-jährige Rabbi Wolff als Kind, als er als deutscher Jude mit seinen Eltern vor den Nazis fliehen musste. Ähnlich zur Flucht gezwungen waren jüdische Professoren während des Nationalsozialismus, die Zuflucht in der Türkei fanden. Dort fühlten sich allerdings ihre Kinder als Türkendeutsche heimatlos („Haymatloz“). Anpassungs- und Integrationsprozesse sind sehr vielschichtig, aber sie können gelingen – auch noch im höheren Alter.

Die ausgesuchten Filme beim diesjährigen Filmfestival sind alle sehr interessant, hochaktuell und beinhalten viel Diskussionsstoff. Ich wünsche allen Besucherinnen und Besuchern viele interessante Stunden!

Prof. Dr. Dr. hc. mult. Ursula Lehr
Bundesministerin a. D.
Stellv. Vorsitzende der BAGSO