Festivalprogramme der letzten Jahre

Rückblick auf 2018

Impressionen zur Eröffnung in Neustadt an der Weinstraße (19.10.2018)

Festivalteam und Prof. Lehr, Schirmherrin und Dr. Florian Pressmar, Universität Mainz
Festivalteam Boris Schmitt, Robert Huttenlocher, Michael Doh, Matthias Roos und Prof. Ursula Lehr und Dr. Florian Pressmar
Diskussionsrunde
Diskussionsrunde mit Doh, Pressmar, Zentrum für Wissenschaftliche Weiterbildung der Uni Mainz; Schmitt, VRRN
Grußwort von Prof. Ursula Lehr, Schirmherrin, 2. Vors. BAGSO
Prof. Ursula Lehr, Schirmherrin, 2. Vors. BAGSO
Kinosaal Neustadt/Weinstrasse
Kinosaal Neustadt/Weinstrasse
Festivalleiter Dr. Michael Doh, Institut für Gerontologie, Universität Heidelberg
Festivalleiter, Dr. Michael Doh, Institut für Gerontologie, Universität Heidelberg
Begrüßung durch Robert Huttenlocher, CinemaxX Mannheim/Neustadt
Robert Huttenlocher, Filmtheaterbetriebe Spickert, CinemaxX Mannheim

Grußwort der Veranstalter

Herzlich willkommen zum 9. Europäischen Filmfestival der Generationen. Die Gesellschaft wird nicht nur älter und bunter – sie wird auch zunehmend digitaler. Als das Filmfestival 2010 in Frankfurt und Heidelberg startete, stand vor allem das aktive und gesunde Altern im Mittelpunkt des Filmkanons. Man wollte damit einen soziokulturellen Beitrag gegen defizitäre Altersstereotype leisten und eine Sensibilisierung für altersbezogene Thematiken anregen – was 2013 zur Prämierung des Deutschen Alterspreises führte. Durch den Einstieg des Verbands Region Rhein-Neckar im Jahre 2014 erweiterte sich die programmatische Ausrichtung auf zukunftsrelevante Themen für Kommunen und Quartiere, wie z. B. mit Filmen über Migration und Integration. Dieses Jahr erfolgt ein weiterer Schwerpunkt zu Digitalisierung im Alter. Neben Filmen wie »Monsieur Pierre geht online« gibt es auch eine Symposiums-Reihe in drei Bundesländern. Damit versucht das Filmfest stets neue gesellschaftliche Entwicklungen aus der Perspektive des Alterns aufzugreifen.

Die Maxime des Festivalkonzepts bleibt aber bestehen: Im Anschluss an Filmvorführungen Publikumsgespräche mit Fachexperten zu führen und einen Dialog zwischen den Generationen zu fördern. Letzteres wird dieses Jahr durch eine Kooperation mit dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) und einem Einbezug von über 25 Mehrgenerationenhäusern weiter ausgebaut. Hierbei sei auch erwähnt, dass eine wissenschaftliche Begleitstudie vom Institut für Gerontologie an der Universität Heidelberg durchgeführt wird. Darüber hinaus findet über eine Wissenschaftsförderung des Instituts das Festival erstmals auch in Indien statt. Insgesamt nehmen dieses Jahr bundesweit fast 100 Städte und Kommunen teil; damit könnte
sich der Besucherrekord von 2017 mit 13.000 Zuschauern nochmals steigern.

Insgesamt eine sehr erfreuliche Entwicklung, die uns in unserer Arbeit bestätigt, uns angesichts der knappen finanziellen und personellen Ressourcen aber auch vor große Herausforderungen stellt. Umso mehr gilt unser großer Dank all den Partnern, Unterstützern und Mitveranstaltern, wie auch den ehrenamtlichen Diskutanten und Helfern, ohne die das Festival nicht durchführbar wäre.

Wir freuen uns, Sie bei unserem Festival begrüßen zu dürfen!

Dr. Michael Doh & Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse
Kompetenzzentrum Alter, Institut für Gerontologie, Universität Heidelberg

Matthias Roos
Gesundheitsamt Frankfurt am Main

 

Grußwort der Schirmherrin

Ganz herzlich begrüße ich Sie nun schon zum 9. Europäischen Filmfestival der Generationen. In der Metropolregion Rhein-Neckar hat sich das Filmfestival mittlerweile zu einer bestehenden Größe entwickelt. Und dieses Jahr kommen wieder viele neue Städte dazu, in denen auch Filme mit anschließender Diskussion zum Thema Demografie gezeigt werden.

Das Filmfestival steht dieses Jahr erstmalig unter einem Hauptthema: Digitalisierung & Teilhabe. Hierzu wurden über 15 thematisch passende Filme in das Festivalprogramm aufgenommen. Sie spielen in Deutschland, Frankreich, Amerika, Kanada, der Schweiz, Schweden und Großbritannien und handeln zum Beispiel von sozialer Teilhabe, dem Auseinandersetzen mit digitalen Werkzeugen, schweren Schicksalsschlägen, Demenz, der Liebe im Alter, Migration und Integration. Die Nutzung von Computern und dem Internet ist heutzutage nicht immer selbstverständlich. So kommt es, dass sich Monsieur Pierre mit der Hilfe seines jungen Lehrers auf einer Online-Dating-Plattform anmeldet oder Daniel Blake große Probleme mit onlinebasierten Anträgen und nervtötenden Hotlines hat.

Das Thema soziale Teilhabe wird ebenfalls im Programm widergespiegelt: So gewinnt beispielsweise ein schlecht gelaunter einsamer Nachbar nach dem Tod seiner geliebten Frau wieder an Lebensfreude durch die Freundschaft mit der neu hinzugezogenen Familie aus der Nachbarschaft. Neue Beziehungen knüpfen und einen Schritt in die Welt hinauswagen sind in jedem Lebensabschnitt essentiell. So passiert es Sophie, dass sie nach ihrer Krebsdiagnose eine neue Freiheit mit neuem Aussehen, neuen Freunden und neuer Hoffnung erlebt. Auch das Thema Migration ist in diesem Jahr wieder Teil des Europäischen Filmfestivals der Generationen. So lassen uns Samiha, Said, Hasan und Zainap in ihr Leben blicken, erzählen von Hoffnungen, Träumen und Schwierigkeiten ihres Lebens.

Die ausgesuchten Filme sind alle thematisch hochaktuell, bringen uns zum Lachen oder zum Weinen, stimmen nachdenklich oder lassen uns in die Geschichte eintauchen – eines haben sie alle gemeinsam: sie bieten viel Raum zum Diskutieren!

Ich wünsche allen Besucherinnen und Besuchern viele interessante Stunden!

Prof. Dr. Dr. hc. mult. Ursula Lehr
Bundesministerin a. D.
Stellv. Vorsitzende der BAGSO