Teilnahme am 12. Europäischen Filmfestival der Generationen: 01.10. bis 30.11.2021

Ja, das Filmfestival findet auch dieses Jahr statt: Bundesweit vom 1. Oktober bis 30. November. Und nein, wir lassen uns nicht von den andauernden Einschränkungen und Unwägbarkeiten der Pandemie unterkriegen. Auch wenn letztes Jahr viele Veranstaltungen ausfallen mussten (und noch dieses Jahr hoffentlich nachgeholt werden können), wollen wir im Oktober mit einem neuen Programm an den Start gehen. Denn wir sind mehr denn je davon überzeugt, dass es weiterhin wichtig ist, dass man die Bürgerschaft zu alters-, kommunal- und zukunftsrelevanten Themen ins Gespräch miteinander bringen sollte. Und das Filmfestival kann und soll dazu ein gutes Instrument sein.

Wir möchten daher bundesweit Kommunen, Städte und Gemeinden und insbesondere auch Kultur-, Bildungs- und Begegnungseinrichtungen einladen, sich am Filmfestival als Veranstalter zu beteiligen. Beliebte Veranstaltungsorte sind Mehr-Generationen-Häuser, Bürgerhäuser, Kinos, Schulen, Seniorenzentren, Jugendzentren, Stadtbibliotheken, Pflegestützpunkte, Kirchen...

Hier finden Sie weitere Informationen zum Filmfestival sowie zur Anmeldung: Informationsblatt

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Festivalleitung, Kontakt: Prof. Dr. Michael Doh

Festivalkonzept

Das Festival präsentiert aktuelle deutsche und internationale Spiel- und Dokumentarfilme über das Alter, das Älterwerden und den demografischen Wandel. Dabei steht die Filmauswahl unter zwei Prämissen: Erstens sollen die Filme differenzierte Altersbilder vermitteln, die das Alter als eine entwicklungsdynamische Lebensphase zeigt, mit vielfältigen Potenzialen und Ressourcen für das Individuum und für die Gesellschaft. D.h. die Filme sollen auch Chancen und Möglichkeiten, Gewinne und Freiheiten des Alterns aufzeigen und nicht nur als Verlust und Krankheit und Last der Gesellschaft. Die zweite Prämisse: Die Filme sollen Inhalte transportieren, die zur Anschlusskommunikation und zum Dialog mit dem Publikum einladen. D.h. die Geschichten, Bilder, Werte und Figuren sollen die Möglichkeit bieten, auf die Welt des Zuschauers übertragbar zu sein. Von der großen Leinwand herunter auf die reale Gegebenheiten vor Ort, in der Kommune, in meinem zu Hause, in meiner Welt.

Von daher sind die Publikumsgespräche im Anschluss an die Filmvorführungen zentraler Bestandteil des Festivalkonzepts. Diese werden durch Fachexperten aus Praxis, Wissenschaft, Kommune und Politik geführt. Der Film dient sozusagen als Medium, als Kommunikationsmittel, um ins Gespräch zu kommen und Fragen aufzuwerfen: Über das eigene und das gemeinsame, heutige und zukünftige Alter/n. Es soll das Bewusstsein für den demografischen Wandel fördern wie auch die Bedeutung für ein aktives und gesundes Altern. Es soll den Dialog der Generationen fördern wie auch die Bereitschaft für bürgerschaftliches Engagement.


Kommunen können profitieren

Speziell um auch den Aspekt der Mitverantwortung, sozialen Teilhabe und Engagement zu fördern, geht das Festival gezielt neue Wege der Distribution. Neben den herkömmlichen kommerziellen Kinos werden auch Orte der Begegnung aufgesucht, die besonders für ältere Menschen niedrigschwellig zugänglich sind. So finden zahlreiche kostenlose Filmveranstaltungen in Bürgerhäusern, Schulen, Kirchen, Seniorenzentren, Krankenhäusern, Theatern, Pflegestützpunkten oder Mehr-Generationen-Häusern statt. Dabei kommen ausgewählte Filme zum Einsatz, die für den Veranstalter, das Quartier oder die Kommune themenrelevant und zukunftsträchtig sind. Mit diesem kulturellen Angebot im lokalen Raum werden nicht nur soziale Teilhabe älterer Menschen und nachbarschaftliche Beziehungen gestärkt, die Kommunen profitieren von einer sich verstärkenden Vernetzung und Kooperation von kommunalen, lokalen und sozialen und bürgerschaftlichen Akteuren.

 

Publikation über das Filmfestival

Kempa, S. (2016): Gereift: Das Kino entdeckt ältere Menschen. Heilberufe - Das Pflegemagazin, 68(12), 54-56.