Anmeldung zur Teilnahme am 13. Europ. Filmfestival der Generationen bis zum 15. Juli 2022 möglich

Hiermit möchten wir Sie zur Teilnahme am 13. Europäischen Filmfestival der Generationen einladen. Das Filmfestival findet vom 1. Oktober bis zum 30. November 2022 statt.

Das Europäische Filmfestival der Generationen ist eine bundesweite Veranstaltungsreihe der Katholischen Hochschule Freiburg (seit 2022) und dem Institut für Gerontologie, der Universität Heidelberg. Es ist ein sozio-kulturelles, nicht-kommerzielles Filmfest, das die Begegnung und den Dialog zwischen Bürger*innen, Generationen und Kulturen fördern möchte. Dazu werden dem Publikum Filme zu den Themen Alter, Demografischer Wandel und Zukunftsfragen wie Klimawandel, Migration, Inklusion und Gesellschaftlicher Zusammenhalt präsentiert. Letztes Jahr das Festival bundesweit über 200 Veranstaltungen in 100 Städten und Gemeinden (Auswertungen Filmfestival 2021).

Weitere Informationen zum Filmfestival sund zur Teilnahme zur Teilnahme finden Sie hier: Infoblatt Filmfestival. Bei Interesse zur Teilnahme kontaktieren Sie bitte Prof. Dr. Michael Doh: doh[at]festival-generationen.de.

 

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Trauer um Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ursula Lehr

Ursula LehrAm 25. April ist Prof. Ursula Lehr im Alter von 91 Jahren verstorben. Sie galt als Gerontologin der ersten Stunde in Deutschland und prägte als Gründungsdirektorin des Instituts für Gerontologie und des Deutschen Zentrums für Alternsforschung an der Universität Heidelberg sowie als Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit (1988-1991) jahrzehntelang die Alternsforschung in Deutschland und international. Die Förderung eines eines aktiven und zufriedenen Alterns und die Vermittlung positiver und differenzierterer Altersbilder waren ihr immer wichtige Anliegen. Auch deshalb war sie eine Förderin des Filmfestivals und unterstützte es von Beginn an als Schirmherrin. Erst 2010 übergab sie diese Funktion an Franz Müntefering ab, der ihr auch als BAGSO-Vorsitzender nachfolgte. Wir sind Ihr außerordentlich dankbar und betrauern sehr ihren Verlust.

Prof. Dr. Michael Doh und das gesamte Festivallteam

Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG): Nachruf auf Frau Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ursula M. Lehr

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Karte der Veranstaltungsorte 2021

Festivalkonzept

Das Europäische Filmfestival der Generationen ist eine bundesweite Veranstaltungsreihe der Universität Heidelberg, die dem Publikum aktuelle Filme zu den Themen Alter, Demografischer Wandel und Zukunftsfragen wie Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Klimawandel präsentiert. Durch moderierte Filmgespräche soll der Dialog zwischen den Bürger*innen wie auch zwischen Generationen und Kulturen gefördert werden.

Das Festival wurde im Jahr 2010 in Frankfurt/Main und Heidelberg gegründet und erhielt aufgrund des überzeugenden Konzepts 2013 den Deutschen Alterspreis der Robert Bosch Stiftung. 2019 fand das Filmfestival in über 100 Städten und Gemeinden statt und hatte etwa 14.000 Zuschauer – davon waren über 70 Prozent Personen ab 60 Jahre. Das Festival erfreut sich wachsender Beliebtheit, wobei besonders die niedrigschwellige kommunal- und stadtteilorientierte Zugänglichkeit und die Kombination aus anregender Filmunterhaltung und konstruktivem sozialen Austausch geschätzt werden.

Das Besondere am Europäischen Filmfestival der Generationen ist das Festivalkonzept. Es lässt sich in vier Punkten zusammenfassen:

▪ Europäisch: Es werden überwiegend Filme aus dem europäischen Kulturraum gezeigt. Hierzu stellt die Festivalleitung jedes Jahr eine Liste von etwa 30 Filmen zusammen, aus denen die Veranstalter auswählen können. Der Fokus der Filme liegt auf altersbezogenen Themen, die aber auch einen aktuellen kommunalpolitischen Bezug haben können: z.B. Wohnen im Alter, soziale und digitale Teilhabe im Alter, Pflege und Gesundheitsversorgung, Sport und Aktivität, Musik und Kreativität, aber auch Themen wie Integration und Migration, Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Klimawandel.

▪ Dezentral: Das Europäische Filmfestival der Generationen ist eine dezentrale sozial-kulturelle Veranstaltungsreihe, die den bürgerschaftlichen Austausch auch in „kinofreien“ Gemeinden und Quartieren fördern möchte. Daher besteht grundsätzlich die Möglichkeit neben kommerziellen Veranstaltungen in Kinos, auch nicht-kommerzielle Veranstaltungen in lokalen Begegnungsstätten oder Senioren- und Jugendeinrichtungen durchzuführen.

▪ Barrierefrei: Gewünscht ist, dass die Veranstaltungen in niederschwelligen Veranstaltungsorten (barrierefrei und quartiersnah) stattfinden. Es sollen möglichst alle Personengruppen problemlos Zugang finden. Auch durch die Preisgestaltung sollen keine Barrieren errichtet werden (nicht-kommerzielle Veranstaltungen sind für die Zuschauer kostenfrei).

▪ Dialog: Fester Bestandteil einer Festivalveranstaltung ist ein moderiertes Publikumsgespräch im Anschluss an die Filmvorführung. Die örtlichen Veranstalter sind aufgefordert, hierzu Fachleute aus der Praxis oder Wissenschaft, aus Kommune oder Politik einzuladen, die im Dialog mit dem Publikum das Filmthema besprechen und vertiefen. Zu einigen Themenfelder gibt es auch Handreichungen und Materialien, die eine mittel- und längerfristige Bearbeitung von Themen ermöglichen.


Kommunen können profitieren

Das Filmfestival bietet für Kommunen ein innovatives und zugleich niedrigschwelliges Instrument sich mit der Bürgerschaft zu aktuellen und zukunftsrelevanten Themen auszutauschen. Durch das spezifische Festivalkonzept können kommunalrelevante Aspekte wie Begegnung und Austausch zwischen Generationen und Kulturen gefördert werden und damit auch bürgerschaftliche Partizipation, soziale Teilhabe, Inklusion und gesellschaftlicher Zusammenhalt.

Neben dem klassischen Kino als Veranstaltungsort bieten sich auch nicht-gewerbliche, kostenlose Filmveranstaltungen im Quartier bzw. im Wohnviertel an. Hierdurch können insbesondere mobil beeinträchtigte Menschen, Personen im hohen Alter oder auch sozialbenachteiligte Personengruppen erreicht werden. Als Beispiele für Veranstaltungsorte, die sich über die Jahre gut bewährt haben, seien genannt: Bürgerhäuser, Mehrgenerationenhäuser, Bibliotheken, Senioren- und Jugendzentren, Altenheime, Schulen, Kirchen oder auch Pflegestützpunkte. Dabei kommen ausgewählte Filme zum Einsatz, die für die Kommune bzw. das Quartier themenrelevant und zukunftsträchtig sind. Mit diesem sozio-kulturellen Angebot im lokalen Raum kann gezielt auch soziale Teilhabe und Inklusion benachteiligter Personengruppen gestärkt werden. Zudem können über solche Veranstaltungen nachbarschaftliche Strukturen, kommunale Vernetzungen und Kooperationen gefördert werden.

 

Publikation über das Filmfestival

Kempa, S. (2016): Gereift: Das Kino entdeckt ältere Menschen. Heilberufe - Das Pflegemagazin, 68(12), 54-56.