15. Europ. Filmfestival der Generationen (01.10. bis 30.11.2024)

Im April wird das neue Filmprogramm zusammen mit den Unterlagen zur Teilnahme veröffentlicht. Wer Interesse hat als Veranstalter:in erstmals am Festival teilzunehmen, kann sich vorab über die Festivalleitung informieren: Prof. Dr. Michael Doh: doh(ad)festival-generationen.de

Rückblick auf das 14. Europ. Filmfestival der Generationen

Zwischen dem 1. Oktober und 30. November 2023 nahmen 113 kommunale und regionale Veranstalter:innen am Filmfestival teil. Zu den mehr als 350 Filmvorstellungen kamen über 10.000 Zuschauer:innen. Das Festival erreicht vorrangig ein älteres und weibliches Publikum: Der Altersdurchschnitt betrug 60 Jahre, 12% des Publikums waren 80 Jahre und älter und drei Viertel Frauen. Die Veranstaltungen mit den Filmen und Publkumnsgesprächen erhielten eine überaus positive Bewertung: Über 90% der Filme und über 80% der Gespräche wurden mit gut oder sehr gut benotet. Diese seit Jahren konstant gute Resonanz äußerte sich auch in der Einschätzung von 99% der Befragten, das Festival wieder besuchen zu wollen bzw. sich zu wünschen, dass die lokalen Veranstaltungen weiterhin durchgeführt werden. Besonders ältere Frauen wertschätzen das Festival als sozial-kulturelles Event. Folgend ein paar ausgewählte Anmerkungen seitens des Publikums:

Da die meißten Veranstaltungen nicht im Kino, sondern in öffentlichen Räumen wie Stadthallen, Bürgerzentren, Gemeindehäusern stattfinden, werden mitunter Akusitk und Sitzkomfort bemängelt; zum Teil wird der Wunsch nach besserer Werbung und Bewirtung geäußert.

Weitere Ergebnisse zum Filmfestival finden Sie hier: Evaluation Filmfest 2023

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Karte der Veranstaltungsorte 2023

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Grußwort des Schirmherrn

Prof. Andreas Kruse, SchirmherrMit großer Freude begrüße ich Sie zum 14. Europäischen Filmfestival der Generationen. Dieses Filmfestival verbindet eine Vielzahl von Ideen, von denen schon jede für sich genommen dem Festival besondere Bedeutung verleiht.

Um mit der ersten zu beginnen: Film. Der anspruchsvolle Film bietet die Möglichkeit, nicht nur vertraute Lebenswelten und Lebensstile aus unterschiedlichen, vielleicht auch ganz neuen Perspektiven zu betrachten, sondern sich auch auf neue, bis dahin nicht gekannte Lebenswelten und Lebensstile einzulassen – und damit noch mehr von der Vielfalt der Kulturen zu erfahren. Die zweite Idee: Festival. Festival meint immer auch öffentlichen Raum, in dem sich Menschen in ihrer Vielfalt begegnen und austauschen. Auf diesen Austausch und die damit verbundenen Begegnungen legt das Filmfestival großen Wert; dadurch leistet es zugleich einen wichtigen Beitrag zur vermehrten gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Teilhabe der Menschen - dies ist die dritte Idee des Filmfestivals. Die vierte: Generationen. Die Generationen sollen in einen schöpferischen Austausch treten, in dem das Generationenspezifische, aber eben auch das Generationenübergreifende erfahrbar und erlebbar werden. Dabei lässt sich das Filmfestival von der grundlegenden, fünften Idee leiten, dass in diesem Austausch Impulse für Demokratie, Offenheit und Toleranz liegen. Und schließlich die sechste Idee: Europa. Das Festival wirbt mit Konzeption und Ansprache für den Austausch zwischen Ländern, Gesellschaften, Kulturen – es sieht in seinem internationalen, europäischen Format ein großes Potenzial für die Verständigung zwischen Menschen aus unterschiedlichen europäischen Ländern und Regionen, wohlwissend, dass Kulturen immer mehr im Fluss sind und in Teilen miteinander verschmelzen. Diese Besinnung auf die europäische Idee gibt dem Filmfestival eine besondere Note - eben auch eine politische.

Das Filmfestival erfreut sich großer Beliebtheit, es zieht Jahr für Jahr eine wachsende Zahl von Menschen aus unterschiedlichen Generationen an, die nicht nur für die Auswahl der Filme dankbar sind, sondern auch und vor allem für den Austausch mit Anderen über die Filme. Ein wunderbares Stück Gesellschaft, Politik und Kultur, das Generationen zusammenführen und den Dialog zwischen den Generationen fördern möchte. Ein bedeutendes Thema dieses Dialogs, das sich wie ein Cantus firmus durch die vergangenen Filmfestivals zog und auch das diesjährige sowie die zukünftigen Filmfestivals bestimmen wird: Wir alle leben in Verantwortungsbezügen, nämlich in der Verantwortung für uns selbst, in der Mitverantwortung für andere Menschen, schließlich in der Mitverantwortung für unser Gemeinwohl, für unsere Demokratie, schließlich für die Schöpfung. Bei der Auswahl der Filme, und dies spricht mich immer besonders an, wird auf den Verantwortungsaspekt, wird auf die vier genannten Verantwortungsbezüge großer Wert gelegt.

Ich danke dem Nestor des Festivals, Herrn Prof. Dr. Doh, sehr herzlich für sein nicht nachlassendes, ungemein wertvolles Engagement und allen Einrichtungen, die an diesem Festival mitwirken, für ihre Offenheit und Kooperation. Ihnen als Gästen wünsche ich viele befruchtende Anregungen und die Erfahrung, im Film selbst wie auch im Gespräch über diesen viel zu gewinnen und ... zu geben.

Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse
Emeritus, Seniorprofessor distinctus, Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg
Kooptiertes Vorstandsmitglied der BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen)

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Nominierung für den Deutschen Demographie Preis 2023

ddp23Mai 2023: Das Europäische Filmfestival der Generationen wurde in der Kategorie "Gemeinsam wirken – Bündnisse schmieden" für den Deutschen Demographie Preis 2023 nominiert. Am 11. Mai fand in Berlin die Preisverleihung statt. Der Preis ging an "Work4Ukrainians", einer Initiative für ukrainische Geflüchtete. Aber auch die Nomninierung ist eine schöne Auszeichnung und Anerkennung für das Filmfestival. Weitere Informationen: https://deutscher-demografie-preis.de/preisverleihung/

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Publikation über das Filmfestival

Kempa, S. (2016): Gereift: Das Kino entdeckt ältere Menschen. Heilberufe - Das Pflegemagazin, 68(12), 54-56.

Beitrag aus dem Magazin "Kulturräume - Das Kubia-Magazin, Ausgabe Juli 2014: Das Europäische Filmfestival der Generationen - Wie alles begann